Biolandhof

Landwirtschaft nach Biolandrichtlinien, Nachhaltigkeit und artgerechte Tierhaltung

Auf dem Jugendhof erfolgt die Landwirtschaft nach Bioland-Richtlinien. Zunächst wird eine Selbstversorgung angestrebt; erst in zweiter Linie kann eine Direktvermarktung ab Hof oder die Belieferung von Kunden erfolgen.

Der Jugendhof verfügt über 100 ha Fläche. Davon sind ca. 72,4 ha landwirtschaftlich nutzbar; der Rest besteht aus Gebäude- und Stallflächen, Wegen, Gräben, Teichen und Wald. Zur Landwirtschaft gehört auch die Trinkwasseraufarbeitung, eine Pflanzenkläranlage und ein kleiner 50 KW Windkraftanlage.

Die Landwirtschaft gliedert sich in die Bereiche Grünland, Getreideanbau, Streuobstwiesen sowie Sanddornkultur. Die arrondierten Flächen wurden kleinräumig gemacht und mit Zwischenpflanzungen, Hecken, Knicks oder Bruchwäldchen vernetzt.

Unsere Tiere

Welche Tiere leben hier

Auf dem Jugendhof Brandenburg werden Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Hühner, Kaninchen und Meerschweinchen sowie Katzen gehalten.

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„Auf dem Jugendhof Brandenburg e.V. sollen Mensch-Tier-Begegnungen als Bereicherung für alle stattfinden und es soll ein Ort sein, an dem junge Menschen Verantwortung und Naturzusammenhänge erlernen können“, tiergestützte Therapeutin des JhBr.

Am Beispiel der Hühner lässt sich gut die Bedeutung von Tieren im sozialen Einsatz erläutern:

Hühner leben in strukturierten Sozialverbänden und zeigen vielfach ein Verhalten, das Analogien zum sozialen Miteinander der Menschen erlaubt. Gleichzeitig zeigen Hühner eine hohe Reaktivität auf Stimmungen und menschliche Verhaltensweisen. Dadurch spiegelt das Huhn die Verfassung der mit ihnen in Kontakt tretenden Personen. TGI  (tiergestützte Intervention) mit Hühnern eignet sich sehr zur Förderung sozialer Kompetenzen. Hühner reagieren punktgenau auf positive wie negative Bestärkung und zeigen somit unmittelbar an, wie das Verhalten der Zielpersonen beim Gegenüber wahrgenommen wird. Hühner kooperieren, lassen sich aber nicht zu unbedingtem Befehlsgehorsam („Sitz“, „Platz“) trainieren. Dadurch ist das Huhn in der TGI sowohl für pädagogische Einsätze (Kindergärten, Schulen), als auch für therapeutische Zielsetzungen geeignet. Da Hühner auf unangemessenen Umgang mit ausgeprägtem Flucht- und Meideverhalten reagieren, kann der Einsatz dieser Tierart gut genutzt werden, um Eigenschaften wie Zurückhaltung, Höflichkeit, Sanftmut und Bezogenheit zu entwickeln. Gute Erfahrungen gibt es auch in der Arbeit mit Demenzpatienten. Zusätzlich ist das Huhn im sozialen Einsatz wegen des sehr reizvollen taktilen Hautkontakts zum Federkleid beliebt. Hühnervögel gehören nicht zu den typischen „Streicheltieren“. Der enge Personenkontakt mit diesen Tieren ist den meisten Menschen unbekannt, so dass keine eingeübten Umgangsrituale mit dieser Spezies existieren und eine gezielte Kontaktanbahnung gefordert ist. (Quelle: Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz e.V. Tiere im sozialen Einsatz, Merkblatt Nr. 131.3 Hühner)

Karlsson und Karlotta

„Pferde sind die besten Zuhörer auf Erden. Sie urteilen nicht und spiegeln nur wider, wie Du Dich fühlst.“ 

Die Pferde des Jugendhofes sind ebenfalls seit vielen Jahren fester Bestandteil der Arbeit und gehören somit zum Team. Aktuell leben die Pferde in zwei getrennten Gruppen, um ihren unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Eine Gruppe besteht aus den Pferden, die sich im Ruhestand befinden und von den Mitarbeitern und Jugendlichen führsorglich umsorgt und gepflegt werden. Die zweite Gruppe besteht aus den zwei Pferden – Karlsson und Karlotta – sowie aus zwei privaten Pferden, die für das Reitangebot nach heilpädagogischem Ansatz bei Bedarf genutzt werden können. Karlsson und Karlotta sind robuste Fjordpferde, die durch ihr helles Fell, den Aalstrich, durch die zweifarbige Mähne und ihr ausgeglichenes Wesen auffallen. Dabei zeigen beide trotzdem einen sehr unterschiedlichen Charakter und wirken somit auf unterschiedliche Jugendliche anziehend. Karlsson ist ein großer, kräftiger, schlauer Wallach mit sehr bequemen Gängen und einem ausgeprägten eigenen Willen. Die Jugendlichen benötigen bei ihm ein ruhiges, konsequentes Verhalten, wenn sie seine Mitarbeit wünschen. Ansonsten zeigt er sich schnell von seiner verspielten Seite. Karlotta ist dagegen eine sensible, sehr feinfühlige Stute, welche sich den Jugendlichen stark anpassen möchte und durch ihr sanftes sowie liebevolles Verhalten bei vielen Jugendlichen sehr beliebt ist. Bei freundlichem Umgang zeigt sie sich sehr brav und arbeitet immer lieb mit. Bei den zwei Privatpferden handelt es sich um eine Trakehner Stute mit deutlich mehr Temperament und Gehfreude als die Fjordpferde und um einen sehr sensiblen Knabstrupper Wallach, der mitunter zur Nervosität neigt. Alle vier Pferde haben einen sehr unterschiedlichen Charakter, der unbedingt erhalten bleiben soll. Die Jugendlichen finden schnell ein Lieblingstier, welches zu ihrer momentanen Situation passt bzw. zu ihren aktuellen Anliegen. Mitunter kommt es nach einer gewissen Zeit auch zu einem Wechsel des bevorzugten Tieres bei den Jugendlichen. Die Pferde haben alle eine klassische Grundausbildung genossen. Karlsson und Karlotta haben zusätzlich eine Kutschausbildung erhalten.

Aktuell werden die Reitangebote von einer Mitarbeiterin des Jugendhofes geleistet, die über langjährige Pferdeerfahrung verfügt, einen pädagogischen Grundberuf erlernt und die Ausbildung zur Reittherapeutin nach heilpädagogischem Ansatz absolviert hat. Langfristig soll eine weitere Mitarbeiterin ausgebildet werden, damit die Arbeit mit den Pferden weiter ausgebaut und intensiviert werden kann und um gemeinsame Gruppenangebote noch umfangreicher gestalten zu können. Eine weitere Mitarbeiterin kümmert sich im Rahmen der Tagesbetreuung gemeinsam mit den Jugendlichen um die Versorgung und Pflege der Pferde.

Produkte & Angebote

Auf dem Jugendhof Brandenburg werden überwiegend Produkte aus biologischem Anbau und hofeigener Herstellung angeboten. Selbst angebaute Produkte z.B. Apfelsaft aus eigener Apfelernte, selbstgemachte Marmeladen oder Kuchen und Brote aus der hofeigenen Holzofenbäckerei unterstützen dabei die Idee der Selbstversorgung. Natürlich kann auch eine Direktvermarktung ab Hof oder Kundenbelieferung erfolgen.

Besonders beliebt sind seit vielen Jahren die rustikalen Tische und Bänke die auf Bestellung von der Jugendhof Brandenburg gGmbH hergestellt werden.

Folgende Produkte können Sie bei uns auf Anfrage erhalten:

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