Erfüllung der Schulpflicht
in staatlicher Kleinstschule

Auf dem JhBr. werden lernbehinderte, schwerst verhaltensauffällige und/oder psychisch kranke Jugendliche betreut. Viele dieser Jugendlichen sind schulpflichtig. Sie haben in der Regel bereits eine negative Maßnahmenkarriere hinter sich, sind häufig Schulversager und in der Folge Schulverweigerer. Die meisten Jugendlichen sind kaum gruppenfähig und erkennen nur schwer Autoritäten an. Das Alter der zu unterrichtenden Jugendlichen liegt zwischen 13 und 18 Jahren.

Die schwierige Klientel stellt hohe Anforderungen an die Lehrkräfte. Eine son-der-pädagogische Ausbildung ist ebenso unerläßlich wie große Motivationsstärke, Kreativität, Spontaneität, Flexibilität sowie psychische und physische Belastbarkeit. Soziales Engagement erleichtert sicherlich den Zugang zu den Schülern.

Die Schüler werden einzeln bzw. in Kleingruppen beschult mit dem Ziel einer späteren Integration in eine Regelschule oder zur Vorbereitung auf eine Berufsfachschule. Das Umfeld des Jugendhofes (landwirtschaftlicher Betrieb mit vielen abwechslungsvollen Beschäftigungsbereichen) bietet gute Voraussetzungen, um mit den Schülern offen, ganzheitlich, handlungsorientiert und projektbezogen zu arbeiten, um somit zunächst eine Lernbereitschaft beim Schüler herzustellen. Die Lehrkräfte verfügen über Erfahrungen mit entsprechenden didaktisch-methodischen Ansätzen. Ebenso wichtig sind Einfühlungsvermögen, aber auch das Setzen von festen Grenzen.